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Kurs 6 - Ebenen

Die Bildbearbeitung mit einem Grafikprogramm erfordert immer noch viel Geduld und Einarbeitung, da Hunderte neuer Funktionen und Begriffe den Einsteiger oft mehr verwirren, als Ihn zu unterstützen.

Um aber mit diesen Funktionen und Werkzeugen wirklich etwas anfangen zu können, muss man zuerst ein paar wichtige Eigenschaften der Bildbearbeitung kennen lernen. Das hört sich mal wieder sehr trocken an, aber es lohnt sich. 

Öffnet man ein Foto oder ein Bild in einem Grafikprogramm, dann besteht es immer nur aus einer Ebene, die auch oft als Hintergrund bezeichnet wird.

Manche Grafikprogramme haben nun die Möglichkeit mehrere neue Ebenen anzulegen. Das hat den großen Vorteil, dass Änderungen immer nur die aktuelle Ebene betreffen und fertige Ebenen nicht mehr zerstört werden können.

Ebenen kann man sich als transparente Folien vorstellen, die man übereinander legen kann. Auf jeder Folie liegt nur ein bestimmter Teil des Bildes, der Rest der Folie ist durchsichtig.

Ein Bild mit einer EbeneEine Holzstruktur als Standard-Hintergrundebene.

Natürlich könnte man nur mit dieser einzelnen Ebene weiterarbeiten, aber da alle Bilder aus einzelnen Pixel bestehen, verschmelzen alle Änderungen sofort mit dem Hintergrund und sind danach nicht mehr einzeln zu bearbeiten.

Ein Bild mit zwei EbenenDie aktive Ebene ist blau markiertDeshalb wird hier der Schmetterling als neue Ebene über die Hintergrundebene gelegt.

Die Fläche um den Schmetterling ist transparent und so scheint die Holzmaserung vom Hintergrund hindurch. Man sieht dem Bild nicht an, aus wie vielen Ebenen es besteht.

Ein Bild mit drei EbenenEin Pinselsysmbol zeigt an, dass die Ebene bearbeitet werden kannNoch eine Ebene für einen weiteren Schmetterling. Mit Ebenen ist es auch nachträglich noch möglich ein Objekt zu verändern oder zu verschieben.

Wollte man den roten Schmetterling in einem Bild ohne Ebenen wieder entfernen, wäre auch die darrunterliegende Holzmaserung zerstört, die es ja ohne Ebenen gar nicht mehr geben kann.

Ein Bild mit drei Ebenen (Eine Ebene ist ausgeblendet)Die Ebene 1 ist ausgeblendet (Kein Augensymbol)Einzelne Ebenen können auch ausgeblendet oder vertauscht werden.

So kann man bestimmen welche Objekte auf- oder untereinander liegen. Ohne Ebenen wäre das kaum möglich. Jede Änderung an einem Bild ist endgültig. Nur mit Ebenen hat man bis zum Schluss Kontrolle über die einzelnen Bildteile.

Ein Bild mit drei EbenenDie Ebene Hintergrund ist aktivHier haben wir einfach den kompletten Hintergrund ausgewechselt. Auch das ist ohne Ebenen ein fast unlösbares Problem.

Man kann die Ebenen sogar untereinander mischen, oder die Transparenz der Ebenen noch nachträglich verändern. Die vielen Möglichkeiten mit Ebenen sind einfach phantastisch.

Leider können nicht alle Bildbearbeitungsprogramme mit diesen praktischen Ebenen-Funktionen aufwarten. Das ist mal wieder eine Preisfrage.


Zusammenfassung:

Jedes Bild besteht mindestens aus einer Ebene (Hintergrund).

Ebenen sind wie transparente Folien, die man übereinander legt.

Man kann Ebenen ein- und ausblenden, mischen und verschieben.

Durch Ebenen bleiben einzelne Bildteile beliebig lang bearbeitbar.

Nicht jedes Grafikprogramm bietet diese Ebenenfunktionen.

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