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Stellt man sich das Bild von einem Apfel (Originalgröße) vor, das aus
10 x 10 Bildpunkten (Pixel) besteht, dann wird einem sofort klar, dass man mit diesen 100 verschiedenen
Farbquadraten nur wenig Möglichkeiten hat, den Apfel auch realistisch darzustellen, da jedes Pixel-Quadrat
nur mit einer einzigen Farbe gefüllt werden kann.

Bei einer Auflösung von 100 x 100 Pixel sieht das ganze schon deutlich besser aus. Denn jetzt stehen für
den selben Apfel, in der selben Größe schon 10.000 Bildpunkte zur Verfügung.
Die einzelnen Pixel sind aber immer noch sichtbar, obwohl jedes Pixel 10x kleiner geworden ist.
Mit einer Auflösung von 1000 x 1000 Pixel sieht man die einzelnen
Quadrate überhaupt nicht mehr. Mit einer Million Pixel können selbst feinste Farbverläufe nachgebildet
werden. Es entsteht eine "fotorealistische" Darstellung.
Eine typische Auflösung für einen 15-Zoll Monitor sind 800 x 600 Pixel.
Das ergibt exakt 480.000 Bildpunkte. Ein 17-Zoll Monitor mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixel kommt
schon auf 768.432 Bildpunkte.
Eine höhere Auflösung bedeutet also immer mehr Bildpunkte und somit
eine bessere Qualität. Der Nachteil der hohen Auflösungen liegt in der ansteigenden Größe der entstehenden
Dateien. Man berechnet die Dateigröße aus der Auflösung und der Farbtiefe. Als Beispiel nehmen wir ein
bildschirmfüllendes Hintergrundbild.
Das Bild mit 800 x 600 Pixel und 24-Bit (3 Byte) Farbtiefe hat eine
Größe von 800 x 600 x 3 = 1,44 MB.
Das Bild mit 1024 x 768 Pixel und 24-Bit Farbtiefe hat eine Größe von 2,3 MB.
Das Bild mit 1600 x 1200 Pixel und 24-Bit Farbtiefe hat eine Größe von 5,7 MB.
Eine Verdopplung der Auflösung verursacht also schon 4x mehr
Datenvolumen. Dadurch verlangsamt sich die normale Verarbeitungsgeschwindigkeit in einem Grafikprogramm
schon deutlich, da auch jede eingesetzte Ebene und jeder
Undo-Schritt intern eine Bildkopie abspeichert. Dadurch wird ein Vielfaches der Bildgröße an
Hauptspeicher benötigt.
Durch die Druckausgabe steigen die Anforderungen noch viel extremer. Da
die Druckauflösung mit 300-600 DPI (Dots Per Inch) noch viel höher ist, als die Bildschirmauflösung (96
DPI), würde ein 1024 x 768 Pixel großes Bild durch einen professionellen Ausdruck fast auf
Briefmarkengröße geschrumpft. Um das DIN-A4 Titelblatt einer Illustrierte zu bearbeiten wächst die
Dateigröße auf 100 MB.
Bei solchen Datenmengen können schon einfachste
Bildbearbeitungsfunktionen zu endlosen Kaffeepausen ausarten. Deshalb haben professionelle Grafikrechner
mindestens 512 MB RAM und mehr. |